Fragen & Antworten

Hier sammeln wir Antworten zu allen Fragen, die rund um unseren Verein und den Schießsport auftauchen.

Was ist die Ringwertung?

Die Ringwertung im Schießsport ist eine Methode zur Bewertung der Treffer auf einer Zielscheibe. Dabei wird jedem Schuss ein ganzzahliger Wert von 1 bis 10 Ringen zugeordnet. Der bestmögliche Wert pro Schuss ist in der Regel 10 Ringe.

Ein Schuss zählt für den jeweils höheren Ringwert, sobald der Treffer die entsprechende Ringlinie berührt oder ankratzt.

Was ist die Zehntelwertung?

Die Zehntelwertung im Sportschießen ist eine besonders genaue Methode zur Auswertung von Treffern. Dabei wird jeder Ring in zehn Wertungsstufen unterteilt – von 0,0 bis 10,9 Ringen.

  • 10,0 Ringe: Ein Schuss trifft gerade noch den Zehnerring von außen.
  • 10,9 Ringe: Ein perfekt zentrierter Treffer im Mittelpunkt erzielt den Höchstwert.
Ergebnisse

Die Dezimalwerte aller Schüsse werden addiert. Dadurch entstehen Ergebnisse mit Nachkommastellen, z. B. 109,0 Ringe statt 100 Ringe in einer Zehnerserie. Das ermöglicht eine deutlich feinere Unterscheidung zwischen Schützen mit sehr ähnlichen Leistungen.

Ziel eines Wettbewerbs mit Zehntelwertung:

Die höchste Gesamtringzahl nach z. B. 40 oder 60 Schuss zu erreichen.

Was ist ein Teiler und was ist die Teilerwertung?

Der Teiler gibt den Abstand eines Treffers von der Scheibenmitte in Hundertstelmillimetern (1/100 mm) an.

Je kleiner der Teilerwert, desto näher liegt der Treffer am perfekten Mittelpunkt.

Beispiel

Ein Teiler von 25 bedeutet, dass der Schuss 0,25 mm vom Zentrum entfernt ist.
Ein Teiler von 100 entspricht einer Abweichung von 1,00 mm.

Ziel eines Wettbewerbs mit Teilerwertung

Den kleinsten Teiler zu erzielen – also möglichst nah an die absolute Mitte (0-Teiler) zu kommen.

Was ist Kimme, was ist Korn?

Kimme und Korn bilden die mechanische, offene Visierung einer Schusswaffe.

Die Kimme befindet sich hinten am Lauf, nahe am Auge des Schützen. Sie besteht meist aus einer U- oder V-förmigen Aussparung. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Böttcherhandwerk und bezeichnete eine Einkerbung in einer Fassdaube.

Das Korn befindet sich vorne am Lauf, nahe der Mündung. Es ist meist als kleiner Stift oder Balken ausgeführt und dient als vorderer Zielpunkt. Der Name geht auf die ursprüngliche, kleine und körnerähnliche Form zurück.

Beim Zielen werden Kimme und Korn so ausgerichtet, dass das Korn mittig in der Kimme steht.

Was ist ein Adlerauge?

Ein Adlerauge ist eine kleine Zusatzlinse, die vorne am Korntunnel eines Luftgewehrs angebracht wird. Sie sorgt dafür, dass die Schießscheibe etwas größer erscheint und dadurch besser zu erkennen ist.

Die Linsen gibt es in verschiedenen Stärken, meistens zwischen 0,1 und 1,5 Dioptrien. Je nach Stärke wird das Zielbild unterschiedlich stark vergrößert.

Die Vergrößerung hat allerdings auch einen kleinen Nachteil: Auch die natürlichen Bewegungen des Gewehrs werden stärker sichtbar. Das leichte Schwanken beim Halten des Gewehrs erscheint durch die Vergrößerung deutlicher im Visier.

Das Adlerauge wird normalerweise vorne auf den Korntunnel geschraubt. Es gibt aber auch Varianten, die auf der dem Schützen zugewandten Seite des Korntunnels angebracht werden.

Wer darf ein Adlerauge benutzen?

Der Einsatz eines Adlerauges ist im Sportschießen teilweise an Altersvorgaben und die jeweilige Disziplin gebunden. Je nach Sportordnung kann die Verwendung beispielsweise erst ab einem bestimmten Alter erlaubt sein, etwa in Senioren- oder Auflagedisziplinen.

Adleraugen sind für verschiedene Korntunnel mit gängigen Gewindegrößen, beispielsweise M18 oder M22, erhältlich.

Kurz gesagt:
Das Adlerauge macht die Scheibe etwas größer und besser sichtbar. Gleichzeitig wird aber auch das eigene „Wackeln“ beim Zielen stärker sichtbar.

Was ist ein Ringkorn?

Das Ringkorn sitzt vorne am Luftgewehr im sogenannten Korntunnel. Es ist ein wichtiger Teil der Visierung und hilft dabei, das Gewehr genau auf die Scheibe auszurichten.

Durch das Ringkorn schaut der Schütze auf die schwarze Mitte der Scheibe, den sogenannten Spiegel. Dabei entsteht zwischen dem schwarzen Spiegel und dem Ringkorn ein heller Lichtring.

Das Ziel ist, dass dieser Lichtring rundherum gleich breit ist. Ist er oben, unten, rechts und links gleich groß, steht das Gewehr gerade und der Schütze hat das Ziel richtig erfasst.

Der schwarze Spiegel sitzt möglichst genau in der Mitte des Ringkorns.

Ist der Lichtring beispielsweise rechts breiter als links, wird das Gewehr entsprechend korrigiert. So hilft das Ringkorn dem Schützen, immer die gleiche und möglichst genaue Visierung zu finden.

Welche Ringkörner gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Ringkörnern:

  • Festes Ringkorn: Die Öffnung hat eine feste Größe. Es gibt sie beispielsweise aus Kunststoff oder Metall in verschiedenen Durchmessern.
  • Verstellbares Iris-Ringkorn: Hier kann die Größe der Öffnung verändert werden. So kann der Schütze den Lichtring an seine persönlichen Bedürfnisse und die Lichtverhältnisse anpassen.
  • Glas-Ringkorn: Bei diesen Ringkörnern besteht der eigentliche Ring aus Glas. Sie ermöglichen eine sehr präzise und klare Sicht auf den Spiegel.

Kurz gesagt:
Das Ringkorn hilft dabei, den schwarzen Spiegel genau in der Mitte zu halten. Wenn der Lichtring rundherum gleich breit ist, stimmt die Ausrichtung des Gewehrs.